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Berichte
 
Oft hatte ich von diesem See gehört, wie schwierig es sei, einen Karpfen zu fangen. Entschlossen plante ich meinen ersten Trip. Im Mai 2007 war es dann soweit. Voller Spannung fuhr ich gegen 10 Uhr morgens bei mir zuhause los und 3 Stunden später erreichte ich das lang ersehnte Gewässer. Laut Tips meiner Clubkollegen fuhr ich an einen Platz der sich Coconut nennt. Dort sei es möglich vom Ufer aus zu angeln, was sonst fast unmöglich sei, ein Boot sei ein Muss am Pussiano, sagte man mir.
Zuerst begutachtete ich meine Angelstelle. Sofort war mir klar, wo die Hotspots liegen. Rutensack raus und bald waren 3 Ruten abflugbereit. Rute eins Abflug, Rute zwei Abflug und Rute 3 raus an die Seerosenkante. Mit dem Cobra fütterte ich ca. 1,5 kg Boilies jeglicher Marken und Geschmack an.
Mal schnell eine Zigi in den Mund, ein Zug, ein zweiter Zug, keine 5 Minuten waren seit dem Auswerfen vergangen, als plötzlich der gelbe Fox Bissanzeiger zu arbeiten anfing. Rasch zur Rute, Anschlag und schon hing der Erste Pussianokarpfen am Haken. Sofort war mir klar, das es ein Grosser war. Doch dann geschah das fast unfassbare, der grüne Fox heulte nonstop auf. Rollenkopf an Rute eins auf und ab an Rute zwei, Anschlag. Der Fisch hing und was für einer. Ich beschloss den ersten Fisch mit offenem Spulenkopf seinem Schicksal zu überlassen, denn diesen hatte ich schon ein paar Meter von den gefährlichen Seerosen weggedrillt.
Dem Karpfen Nummer Zwei gab ich keine Chance. Knallhart drillte ich ihn, bis er endlich vor mir auftauchte und was für einer. Ein mega Koffer verschwand in der Unterwasserpflanzenwelt. Nach einigen Fluchten war der Bigi bereit zur Landung, hinein in den Kescher, aber wo war er, noch immer im Rutensack. Big action,Spule auf, Rute zwischen die Beine, Kescher aus dem Rutensack, zusammenstecken, was für ein game alleine, doch nach kurzer Zeit hatte ich es geschafft. Rein ins Wasser, Spulenkopf zu und ran an den Fisch. Fast wie im Traum glitt der Grosse in die Maschen und was nun, fragte ich mich?
Ich lies den Fisch im Kescher und überlies ihn seinem Glück. Friedlich lag er im seichten Wasser, also ran an die erste Rute. Der Fisch hing noch immer am Haken, aber wo war er. Viel Schnur hatte er abgezogen, dass ständig piepsen während des ersten Drills hatte mächtig genervt. Nach kurzem spulen hatte ich Kontakt zum Fisch hergestellt, er war raus geschwommen, ins freie Wasser, was für ein Glück. Kräftig werte sich der Karpfen, kraftvoll zog er seine Bahnen. Fisch Nummer zwei badete immer noch friedlich vor sich hin, jupi.
Nummer eins hatte langsam seinen Kampfgeist verloren und war bereit zur Landung. Vorsichtig nahm ich den Kescher, in welchem Nummer 2 war und watete in den See hinein. Bis zur Brust war ich nass nach den geilen Drills und genussvoll kescherte ich Mr. Big. Zwei Fische im gleichen Kescher und was für welche.
Karpfensäcke raus, Fisch Nummer eins rein und das gleiche nochmals mit Nummer zwei. Die Karpfen waren nun endlich in ihren Säcken und ich hatte mal Zeit, über das, was geschehen war, nachzudenken. Monster Fische und monstergeil für mich. Ein doublelrun der seines Gleichen sucht, einmalig.
Wie viele Kilos an einem unbekannten Gewässer, innert 40 Minuten, allein, nicht bereit, 2 Uhr nachmittags, das erste Mal hier...... Gedanken schossen mir durch den Kopf. Ich wusste, der Fischergott hatte es sehr, sehr gut mit mir gemeint, ehrfürchtig dankte ich ihm.
Waage raus und ab mit Nummer zwei in den Wiegesack. Neugierig schaute ich auf die Waage. Wieviel wird Nummer zwei wiegen? 18.6 Kilos, zeigte die Waage an, super, aber Nummer eins war noch viel grösser. Sofort wechselte ich die Wiegekandidaten aus und gespannt schaute ich auf meine Fox-Digitalwaage, satte 21 Kilo. Mega extrem, Monsterfisch geil, hurra.
Die Fische waren wieder in ihrem Element und warteten auf ihren Fototermin. Aber wer macht Fotos von mir? Mausbeinallein am See und keine Menschenseele weit und breit? Ich wusste das ein gewisser Dani und ''Gattin'' irgendwo am See weilten, aber wo? Ohne Handynummer keine Chance sie zu erreichen, also telefonierte ich Päde, welcher mir die Nummer gab. Nach kurzem überlegen telefonierte ich ihnen, damals kannte ich die beiden nur vom sehen, heut ist dies anders. Nach kurzer Beschreibung des Geschehens, war der Fototermin auf nächsten Tag, morgens ca. um 10 Uhr, festgelegt.
In der folgenden Nacht hatte ich noch 3 Runs, Fische zwischen 9 und 13 Kilo, die ich jedoch sofort wieder in ihr Element frei lies, meine Karpfensäcke waren voll. Seit diesem Erlebnis habe ich immer mindestens 5 Säcke dabei, denn Feumer packe ich seit diesem Tag immer als erstes aus.
 
Die Session, welche 4 Tage dauerte, war ein Erlebnis der Spitzenklasse. Total landete ich 13 Fische, Gesamtgewicht 178.7 kg.
 
Es grüsst und eine tolle Saison wünscht Euch
 
Eric
Chur,26.03.2009
Team Carpstar


Parco del Brenta
Ich kam auf diesen See, als ich im Dezember am Po fischen wollte, aber es wegen Hochwasser nicht möglich war.
Der See liegt in Fontaniva auf der rechten Seite des Brenta. Er ist ca. 36 ha gross und hat 21 Plätze, die aber nie alle gleichzeitig belegt werden.
Der Eigentümer Antonio, Testfischer bei FBI, kontrolliert genau und bei Verstößen wird nicht lange diskutiert, sondern man muss sofort abreisen. Achtung Raucher: verwendet Aschenbecher, sonst kann es vor der Abreise mühsam werden. Die Anlage ist sehr gepflegt mit Liebe zum Detail. Die Plätze sind alle so angelegt, dass man auch mit 13ft Ruten auswerfen kann.
24 std. Fischen mit 3 Ruten kostet 15€ ,4 Ruten 20€
-erlaubt sind Futterbote
nicht erlaubt:
Das Verlassen des Platzes ist nur erlaubt, wenn noch eine andere Person am Platz ist, Funkbissanzeiger zählen nicht.
Es gibt Warmwasser-Duschen und WC's. Warmes Essen (gute Italienische Hausmannskost) gibt es, wenn Antonios Mama kocht. Oder man bestellt sich eine Pizza bei einer Pizzeria. Die Pizzas werden zum Haupthaus gebracht. Die Telefonnummer steht bei jedem Platz auf dem Schild.
Man kann auch alle Elektrogeräte bei Antonio aufladen lassen.
Ich befischte dieses Gewässer jetzt schon 2 mal 5 Tage, fing nie weniger als 15 Carps und holte mir ein paar pers. Best:
Stör mit 164cm und 18'4kg, Carp mit 22'8Kg. Das Durchschnittsgewicht liegt bei 9kg.
Platz 1 bringt immer viele Fische, aber bei Platz 17 sind die Grossen.
Im Sommer gibt es jeden Monat ein Turnier, bei jedem Turnier ist der See eine Wochen geschlossen.
Es ist von Vorteil, rechtzeitig zu reservieren.
 
Der Parco del Brenta ist ein Gewässer, an dem es sich lohnt, ein paar Tage zu weilen, weil es möglich ist, ein paar Carp über 20kg zu fangen, und das schon in kurzer Zeit.
Ich werde dieses Jahr sicher noch ein paar Mal an diesen See gehen, denn ich kenne wenig Seen, an dem man 25 Fische in nur 5 Tagen fängt.
Klopfenstein Jürgen
Team Carpstar
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